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Sourceability: Vom Lieferanten zum Game Changer in einem 400-Milliarden-Dollar-Markt

Wir digitalisieren ein Erfolgsmodell und transformieren damit eine ganze Branche

550 Millionen durchsuchbare Artikel, 220 Distributoren, tausende Neukunden – das ist die bisherige Erfolgsgeschichte von Sourceability, und zwar nur drei Jahre nach Markteintritt. 2015 ist das US-Unternehmen angetreten, um den Handel mit elektronischen Bauteilen neu zu definieren. Das Spielfeld: ein 400-Milliarden-Dollar-Markt, der von Tradition, manuellen Prozessen und lokal orientierten Lieferketten bestimmt wird. Wir begleiten die digitale Transformation von Sourceability – und beschleunigen den Beschaffungsprozess einer ganzen Branche von Tagen oder gar Wochen auf Minuten.

Hintergrund

Als Jens Gamperl, CEO von Sourceability, 2015 sein Unternehmen für den Handel elektronischer Bauteile gründet, hat er eine Vision: Er will den gesamten 400 Milliarden Dollar schweren Markt für Elektronikkomponenten digitalisieren, globalisieren und transformieren.

Mit 18 Büros und global verteilten Lagern in Asien, den USA, Mittelamerika sowie Europa spart Sourceability seinen Kunden eine Menge Aufwand: Accounter holen Angebote bei dutzenden Lieferanten ein, vergleichen Preise, stimmen Liefertermine ab und sichern die Qualität.

Der Bestellprozess war bisher kaum digital: Angefragte Stücklisten mit hunderttausenden Artikeln mussten durch das Sourceability-Team manuell bepreist, angeboten, anschließend kundenseitig mit dem ERP abgeglichen und beauftragt werden. Das Problem: Kaum war das Angebot geschrieben, hatten sich manche Preise schon wieder geändert.

Aufgabe

Kernaufgabe war es, das Geschäftsmodell von Sourceability zu digitalisieren, damit sich das Unternehmen vom Warendistributor zum Lösungs- und Technologieanbieter transformiert. Um das zu erreichen, wurden drei Ziele gesteckt. Der Beschaffungsprozess sollte für Kunden von Sourceability und die eigenen Account Manager effizienter gemacht, der weltweite Produktzugang ermöglicht und maximale Transparenz über die Verfügbarkeit und Preisgestaltung von Elektronik-Komponenten geschaffen werden. Kurz gesagt: Plattformökonomie in Reinform.

Im Zentrum stand daher die technologische Umsetzung einer Plattform, die Sourceability weltweite Skalierbarkeit garantiert. Zunächst galt es also, präzise Anforderungen zu formulieren und gemeinsam eine realistische Roadmap für die Softwareentwicklung zu planen. Dann wurde die passende Systemarchitektur konzipiert. Im Zuge der Implementierungsphase ergaben sich zusätzliche Anforderungen: Beispielsweise wollten Bestandskunden ihre eigenen ERP-Systeme und eigene Lieferanten an die Sourcengine anbinden.

Lösung

In der Umsetzung entstand ein digitaler Marktplatz – die Sourcengine –, der die Interessen aller Beteiligten im Bestellprozess berücksichtigt und Prozesseffizienz, weltweiten Produktzugang und Preistransparenz sicherstellt. Die Anforderungen an das System sind enorm: Es müssen die Daten von 550 Millionen Artikeln verarbeitet werden und durchsuchbar sein. Die neue Plattform wird an diverse Drittsysteme angebunden und die Angebots- und Bestandsabfrage von mehreren Hundert Distributoren ist möglich.

Wir entschieden uns für eine Gesamtarchitektur bestehend aus frei skalierbaren Modulen. Deshalb setzten wir auf Spryker Commerce OS als Kernsystem sowie Elasticsearch. Zwei unserer agil arbeitenden Teams mit insgesamt 15 Software-Entwicklern sowie zwei permanent von Spryker Professional Service gestellten Core-Entwicklern waren 9 Monaten mit der Umsetzung beschäftigt. Im Frontend steht Kundenzentrierung im Fokus: Hier ist ein komplexer Bestellprozess so verständlich und benutzerfreundlich wie möglich abzubilden.

Zwei zentrale Anforderungen waren, die Softwarequalität zu sichern und Features durch den Kunden kontinuierlich abnahmefähig zu halten. Diese Anforderung erfüllen wir mit der von uns entwickelten CI-Pipeline auf Basis von Gitlab CI, Kubernetes-Clustern und Docker-Containern.

» Gratulation an Turbine Kreuzberg. Ihr habt das Projekt in einem Umfang und so zu unserer Zufriedenheit abgewickelt, wie ich es nicht für möglich gehalten hätte. «

Jens Gamperl, CEO Sourceability

Wochen schrumpfen zu Minuten
Die extreme Effizienzsteigerung des Bestellprozesses begeistert sowohl Sourceability, seine Kunden und Lieferanten als auch alle beteiligten Entwickler: Eine Bestellung, die sich früher über mehrere Tage – bei sehr großen Bestellungen gar über Wochen – erstrecken konnte, lässt sich nun in wenigen Minuten abwickeln. Beispielsweise lädt der Einkäufer eine Stückliste mit tausenden Artikeln per Drag-and-Drop in Sourcengine hoch und bekommt innerhalb weniger Minuten Preise und Verfügbarkeit aufgelistet. Außerdem haben Einkäufer jetzt die Möglichkeit, Angebotslisten auf den Preis oder die Lieferzeit hin zu optimieren.

Ein weiterer Vorteil von der Sourcengine ist ihre Flexibilität: Kunden können Teillieferungen für verschiedene Produktionsstandorte bis zu zwölf Monate im Voraus planen. Die mehrstufige Berechtigungsstruktur der Einkaufsorganisation ist ebenfalls abgebildet.

Wir begleiten Sourceability langfristig und entwickeln Sourcengine gemeinsam kontinuierlich weiter.

Leistungen

  • Beratung zur Digitalisierung des Geschäftsmodells
  • Anforderungserstellung und -management
  • Konzeption der Systemarchitektur
  • User Experience und Interface Design
  • Plattformentwicklung mit Spryker Commerce OS und Vue.js
  • Realisierung der Suche mit Elasticsearch
  • Support beim Aufbau der Infrastruktur
  • Systemintegration von Middleware und CRM
  • Continuous Integration mit unserer CI-Pipeline auf Basis Gitlab CI, Kubernetes-Clustern und Docker-Containern



Sourceability Sessions @ Turbine Kreuzberg

Jens Gamperl, CEO von Sourceability, im Gespräch mit Daniel Nill.
Technologischer Deep Dive: Baldur Rensch, CTO Sourceability, im Gespräch mit Bernd Alter.