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Autor: Daniel Nill

Alle Zeichen auf B2B-Handel



Vor kurzem hat unser Software-Partner Spryker seine E-Commerce-Lösung Spryker Commerce OS um eine eigene B2B-Suite erweitert. Darunter sind sämtliche Funktionalitäten zusammengefasst, die speziell auf die E-Commerce-Bedürfnisse von B2B-Kunden abzielen. Ein guter Anlass, um einen kurzen Überblick über die neuen Funktionen von Spryker für den B2B-Handel zu geben.

Durch die Suite wird das System den besonderen Anforderungen des Einkaufsprozesses im B2B noch stärker gerecht – etwa der Organisationsstruktur einkaufender Unternehmen oder den enormen Stücklisten, die im B2B oft bestellt werden.

Wie entscheidend diese neuen Features sind, wissen wir aus erster Hand: Als wir die Sourcengine-Plattform für unseren Kunden Sourceability entwickelt haben, war es nötig, gemeinsam ganz neue B2B-spezifische Anforderungen umzusetzen, die Spryker noch nicht im Programm hatte. Dadurch waren wir an vorderster Front bei der Weiterentwicklung neuer Funktionen dabei.

Einkaufen im B2B so einfach wie im B2C

Wozu gibt es die B2B-Suite? Die neuen Module im Spryker B2B-Baukasten legen den technologischen Grundstein dafür, dass das Einkaufen im B2B so einfach wird, wie im B2C. In Sachen Funktionen und Interface haben B2B-Online-Shops in der Vergangenheit viel zu wünschen übrig gelassen. Das ist verschenktes Potenzial, wünschen sich doch über 80 Prozent der B2B-Einkäufer ein Einkaufserlebnis, wie sie es bereits aus dem B2C kennen.

Die logische Konsequenz: Finden sie die entsprechenden Funktionen nicht vor, ziehen sie weiter – zu Anbietern, die ihnen die gewünschten Features und dazu das passende Interface bieten. Gleichzeitig gilt es, die jeweilige Einkaufsorganisation des Unternehmens – beispielsweise durch die Steuerung von Firmenkonten – so gut wie möglich abzubilden.

Die B2B-Einkaufsorganisation im Mittelpunkt

Die Suite rückt die B2B-Einkaufsorganisation als Kunden in den Fokus. Beispielsweise erlaubt es ein flexibles Rechte- und Rollensystem nun, einzelne Business Units mitsamt Firmenkonten, Benutzerrollen und Rechtevergabe festzulegen. Kunden können nun einfacher steuern, welche Mitarbeiter welche Produkte und Informationen sehen – und zu welchem Einkaufswert sie bestellen dürfen. Wenn nötig, können Anbieter durch das neue Agent Assist-Feature ihre Kunden im Einkaufsprozess unterstützen. Konkret können sich Support-Mitarbeiter dadurch mit einem Kundenprofil einloggen und sogar für den Kunden Einkäufe tätigen.

B2B-Suite setzt auf Customer Centricity

Neue Funktionen helfen, den Bestellprozess für Einkäufer zu vereinfachen. Eine Re-Order-Funktion erlaubt es, vorherige Bestellungen noch einmal auszuführen – oder aber nur bestimmte Produkte herauszupicken und nachzubestellen. Besonders relevant im B2B: Ein Quick Order-Feature beschleunigt künftig Bestellungen durch eine direkte Produktsuche anhand von SKU-Nummern – sogar per Upload von eigenen Produktlisten. Wie das geht zeigt beispielsweise die Sourcengine: Einkäufer können hier eigene Materiallisten mit oft hunderttausenden Produkten per Drag-and-Drop hochladen und erhalten in wenigen Minuten Preise, Angebote und Produktinformationen.

Beispiel Sourcengine: Per Drag-and-Drop kann eine komplette Materialliste hochgeladen werden.

Auch für Einkaufslisten und Warenkörbe bringt die Suite eine Reihe neuer Funktionen. Beide können nun bequem mit anderen Nutzern geteilt und jeweils Zugriffsrechte festgelegt werden. Außerdem können Nutzer multiple Warenkörbe anlegen. Kommentarfelder ermöglichen es jetzt, Notizen zu einzelnen Produkten oder ganzen Warenkörben hinzuzufügen. Es ist auch möglich, einen Warenkorb in eine Einkaufsliste umzuwandeln.

Features erleichtern das Produktmanagement

Das Thema Produktmanagement hat im B2B eine besondere Bedeutung. Shop-Betreiber können nun durch Produktbeschränkungen festlegen, welcher Kunde welche Artikel, Informationen und Preise zu sehen bekommt. Zudem können Staffelpreise für verschiedene Produktvolumina mit unterschiedlichen Preisen angeboten, identische Produkte je einzeln statt zusammen addiert im Warenkorb angezeigt und passende Produktalternativen gleich mitsamt ausverkauften Produkten dargestellt werden.

Offene Systemarchitektur

Neben B2B-spezifischen Features ist die Systemarchitektur von Spryker selbst für seinen Einsatz im B2B entscheidend. Spryker ist ein »headless« System, ist also Frontend-unabhängig und damit offen für die Einbindung sämtlicher Touchpoints – ob Webshop, Mobile App oder IoT-Applikation. Seine API – genannt »Glue« – erlaubt es zudem, digitale Bestellplattformen in existierende IT-Infrastrukturen zu integrieren, beispielsweise die Anbindung an ein bestehendes ERP-, CMS- oder PIM-System. Das ist oft der Fall im B2B-Handel, bildet doch hier die komplette Neuentwicklung auf der grünen Wiese – heißt: ohne Rücksicht auf bereits etablierte Infrastruktur nehmen zu müssen – eher die Ausnahme.