Wählerisch? Gut so.

Composable Commerce kommt endlich in der Breite an. Wir erklären, wie sich damit ein neues Maß an Flexibilität in den Handel bringen lässt.

Gestatten: eine neue Art der Flexibilität.

Was zunächst klingt wie ein weiterer Trend in der langen Reihe von Trends im E-Commerce, ist in Wahrheit viel mehr. Denn bei »Composable Commerce« geht es nicht so sehr um die Art und Weise, wie wir Dinge online kaufen und verkaufen, sondern um die technologische Basis, auf der wir das tun.

Kurz gesagt: Hinter dem Begriff Composable Commerce verbirgt sich ein Ansatz für den Aufbau von flexiblen, anpassungsfähigen Systemarchitekturen im E-Commerce, die eine Vielzahl spezialisierter Softwaredienste integrieren, von denen jeder als der beste für die jeweiligen Anforderungen gilt.

Was ist »Composable Commerce«?

Composable Commerce beschreibt einen flexiblen Ansatz für die Entwicklung von E-Commerce-Anwendungen: Unternehmen wählen die besten unabhängigen Komponenten aus und kombinieren sie, um Anwendungen zu entwickeln, die bestmöglich auf ihre spezifischen Anforderungen zugeschnitten sind. Dabei gewinnen sie an Anpassungsfähigkeit und Entwicklungsgeschwindigkeit.

Houston, wir haben die Wahl.

Früher setzten Unternehmen häufig auf E-Commerce »aus einer Hand« und vertrauten auf Software, die alle benötigten Funktionen in einem umfassenden Paket mitsichbrachte. »In den vergangenen Jahren hat sich das vorherrschende Paradigma in der E-Commerce-Technologie weg von einem ›off-the-shelf‹-Ansatz hin zu einer ›best-of-breed‹-Mentalität verschoben«, erklärt Christopher Möhle, COO bei Turbine Kreuzberg. Bei der Auswahl von Software-Hersteller:innen und ihren Technologien können Unternehmen heute zunehmend spezialisierte Lösungen wählen, die jeweils die besten in ihrem Bereich sind, und diese zu maßgeschneiderten Commerce-Plattformen kombinieren.

»Unternehmen erkennen immer zunehmend, dass sie selbst auf Enterprise-Ebene nicht unbedingt diese eine große E-Commerce-Suite benötigen. Sie werden viel schneller und anpassungsfähiger, wenn sie einen Reihe von Tools kombinieren, die jeweils nur eine Sache – oder ein paar Dinge – extrem gut bewerkstelligen. Und dabei natürlich auch mit den Services anderer Anbieter:innen gut zusammenarbeiten«, sagt Möhle. Dieses neue Maß an Anpassungsfähigkeit wird durch offene APIs ermöglicht, die die Grundlage für flexible Systemarchitekturen bilden.

Wodurch wird E-Commerce »composable«?

 

Modularität
Moderne Commerce-Architekturen bestehen aus unabhängigen Modulen bis hin zu Microservices.


Offene APIs
Die API-First-Entwicklung und standardisierte Schnittstellen erleichtern die Integration einer breiten Palette von Services.


Best-of-Breed
Ausgereifte Commerce-Ökosysteme bieten Wahlfreiheit und die Möglichkeit, immer die jeweils besten Dienste in ihrem Segment zu nutzen.


Cloud-ready
Dienste von Drittanbietern werden nativ in der Cloud ausgeführt, was die Skalierbarkeit erhöht und den Betriebsaufwand reduziert.


Composable Commerce bedeutet Verantwortung für den Technologie-Stack zu übernehmen. Und im Gegenzug flexibel und anpassungsfähig zu werden.

Maximale Flexibilität erhalten.
Moderne Commerce-Plattformen sind hochgradig modular, verwenden offene, standardisierte APIs und werden zunehmend in der Cloud betrieben. Dies ermöglicht es Unternehmen, eine Vielzahl unterschiedlicher Dienste zu integrieren und deren Zusammenspiel zu steuern. Dies wiederum hat zu einem Boom bei den Ökosystemen für E-Commerce-Software geführt, die immer vielfältiger und spezialisierter geworden sind. »Composable« führt letztlich dazu, dass Unternehmen Optionen hat – und Optionen machen sie beim Aufbau von Commerce-Architekturen viel flexibler.

Schnell an Veränderungen anpassen.
Durch die Nutzung von Composable Commerce können laufenden Systeme viel schneller auf sich ändernde externe und interne Umstände reagieren. Das heißt: Unternehmen sind in der Lage ihre Technologie-Stacks viel aktiver gestalten zu können. Außerdem können sie Neuerungen schnell integrieren, Lösungen validieren und die Time-to-Market reduzieren. Und wenn sich bestimmte Komponenten überlebt haben oder bessere Dienste auf dem Markt erscheinen, ist es viel einfacher, Altes zu ersetzen – ohne alle paar Jahre erneut ein langwieriges, komplexes Replatforming-Projekt durchführen zu müssen.

Weniger Lock-In bedeutet weniger Risiko.
Monolithische Commerce-Software und Suite-Lösungen sind oft mit einem hohen Maß an Lock-In verbunden. Wer sich für eine One-Size-Fits-All-Suite entschieden hat, beschränkt die eigenen Möglichkeiten auf das, was im Paket enthalten ist. Und zwar vollkommen unabhängig davon, ob die einzelnen Systeme tatsächlich die besten für die jeweilige Aufgabe sind. Composable Commerce-Architekturen bringen weniger Abhängigkeit von einzelnen Anbieter:innen mit sich, weil man eine Vielzahl an geeigneten Tools zusammenbringt. Und das bedeutet letztlich auch: Risikoverteilung.

Noch mehr Wissen? Jetzt im Expert Guide »Composable Commerce«.

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Christopher Möhle, COO
christopher.moehle@turbinekreuzberg.com
+49 175 321 0 941